3DPrintingCostCalc.comPro Maker Suite

3D-Druck & Filament Kostenrechner

Berechne 3D-Druck-Aufträge centgenau. Ziehe deine .STL-, .3MF- oder .GCODE-Datei hinein, um Materialverbrauch in Gramm, Strombedarf von Bambu Lab & Prusa, Maschinenabschreibung, Handarbeit und Verkaufsgebühren sofort zu ermitteln.

Gesamte Selbstkosten (Landed Cost)

3D-Datei-Inspektor

100% Lokal

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1. Drucker- & Material-Konfiguration

Voreinstellungen oder Manuell
W
g/cm³

Watts: 130W · MSRP: €849 · Lifespan: 4500h

2. Druckauftrag-Parameter

€
€
Gesamte Selbstkosten (Landed Cost)€0.0200/g
€7.85EUR
Filament-Materialkosten:€1.70
Stromverbrauch (kWh):€0.07
Maschinenabnutzung & Abschreibung:€0.94
Fehldruck-Rücklage (5%):€0.14
Arbeitszeit, Einsätze & Verpackung:€5.00
Kostenverteilung:100%
MatPowerMachineLaborPack

Gewerbliche Verkaufspreis-Kalkulation

2.5x Aufschlagfaktor
Direktverkauf / Rechnung
€19.63
+€11.78 Reingewinn
0% Plattformgebühr
Etsy-Shop
€22.18
+€11.78 Reingewinn
~€2.55 Etsy
eBay
€23.09
+€11.78 Reingewinn
~€3.46 Fee
Shopify / Eigener Webshop
€20.52
+€11.78 Reingewinn
~€0.89 Fee
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01Präzise 3D-Druck- und Filament-Kostenkalkulation in der Praxis

Die Preisfindung für 3D-Druckteile ist eine der größten Hürden für Maker, Kleinunternehmer und Druckfarmen. Viele begehen den fatalen Fehler, nur das verbrauchte Filament nach Gewicht zu berechnen, und ignorieren Stromverbrauch, Düsenverschleiß, Maschinenabschreibung, Fehldrucke und Plattformgebühren.

Um dauerhaft wirtschaftlich zu arbeiten, muss die ganzheitliche 6-Komponenten-Formel herangezogen werden, die Material, Verschleiß, Energie und Arbeitsleistung ausbalanciert:

Selbstkosten = Materialkosten + Stromkosten + Maschinenabschreibung + Fehlerrisiko + Nacharbeit & Verpackung

1. Formel für Filament-Materialkosten

Die Materialkosten ergeben sich aus dem Stückgewicht inklusive aller Stützen und Spülverluste:

Kosten_mat = (Druckgewicht + Abfallgewicht) × (Spulenpreis ÷ Spulengewicht)

Beispiel: Bei einer 20-Euro-Spule mit 1.000g PLA beträgt der Grammpreis 0,02 €. Ein 85g-Teil verbraucht 1,70 € Material. Bei Mehrfarbdruck Spülturm unbedingt dazurechnen.

2. Formel für Stromverbrauch & Energiekosten

Der Energiebedarf hängt von Heizpatrone, Druckbetttemperatur und Bauraumlüftern ab:

Kosten_strom = (Drucker_Watt ÷ 1000) × Druckstunden × Strompreis_kWh

Ein CoreXY-Drucker mit 120W, der 4 Stunden bei 0,35 €/kWh druckt, benötigt 0,48 kWh Energie und kostet rund 0,17 € Strom.

3. Maschinenabschreibung & Wartungsrücklage

3D-Drucker unterliegen mechanischem Verschleiß: Riemen, Linearlager, Extruder und Düsen nutzen sich pro Stunde ab:

Kosten_abnutzung = Druckstunden × [(Kaufpreis ÷ Lebensdauer_h) + Wartung_pro_h]

Eine 600-Euro-Maschine mit 3.000 Stunden Nutzungsdauer schreibt sich mit 0,20 € pro Stunde ab, plus ca. 0,05 €/h für Ersatzdüsen und Riemen.

4. Arbeitszeit für Vorbereitung & Nachbearbeitung

Deine Zeit hat einen wirtschaftlichen Wert: Stützstrukturen entfernen, Schleifen, Gewindeeinsätze einschmelzen und Verpacken:

Kosten_arbeit = (Arbeitszeit_Minuten ÷ 60) × Stundensatz + Verpackungskosten

Bereits 10 Minuten Nachbearbeitung bei einem fairen Stundensatz von 24 € bedeuten 4,00 € reale Arbeitskosten.

02Stromverbrauch: Reale Wattmessungen gängiger 3D-Drucker

Wie viel Strom zieht ein 3D-Drucker wirklich? Zwar sind Netzteile auf 350W oder 500W dimensioniert, die tatsächliche Dauerlast ist jedoch wesentlich geringer. Die Spitzenlast tritt nur während der ersten 3 bis 5 Minuten beim Aufheizen des kalten Druckbetts auf.

Danach regelt der Temperaturfühler per Pulsweitenmodulation (PWM). Ein offener Bettschubser bei PLA (Bett 60°C) benötigt im Schnitt 80W bis 120W. Geschlossene CoreXY-Drucker für ABS bei 100°C bis 110°C Betttemperatur verbrauchen 220W bis 320W.

03Maschinenabschreibung & Reinvestition in Druckfarmen

Gewerbliche Druckfarmen bilanzieren jeden Drucker als Anlagegut. Wird ein Bambu Lab P1S für 750 € angeschafft und über 3.000 Betriebsstunden abgeschrieben, betragen die Abschreibungskosten 0,25 € pro Stunde.

Bei einem 12-Stunden-Druck schlägt die Maschinenabnutzung mit 3,00 € zu Buche. Wer diesen Posten nicht in Rechnung stellt, hat bei künftigen Motordefekten oder Generationswechseln kein Kapital für Ersatzgeräte.

04Wirtschaftlichkeit von Mehrfarbdruck (AMS) & Spülverlusten

Automatische Materialwechsler wie das Bambu Lab AMS haben den Mehrfarbdruck revolutioniert, produzieren aber erhebliche Mengen an Spülverlust. Bei Ein-Düsen-Systemen muss bei jedem Farbwechsel geschnitten, zurückgezogen, neu gefördert und gereinigt werden.

Bei detailreichen Modellen mit Hunderten Farbwechseln können Spülturm und Spülknäuel leicht 200g bis 400g wiegen, während das eigentliche Druckteil nur 50g wiegt! Gib diesen Spülverlust zwingend in diesem Rechner an.

05Gewerbliche Preisfindung & Plattformgebühren (Etsy / eBay / Shopify)

Beim Verkauf auf Etsy, eBay oder Amazon Handmade schmälern Plattformgebühren die Marge empfindlich: Etsy verlangt 6,5% Transaktionsgebühr, 3% + 0,25 € Zahlungsabwicklung und eventuell 15% für externe Werbeanzeigen.

Um eine gesunde Nettomarge von 50% zu erzielen, kalkuliere Direktaufträge mit dem 2,5-fachen Selbstkostenpreis und Marktplatz-Angebote mit dem 2,8- bis 3,2-fachen.

Frequently Asked Questions (FAQ)

Q1Wie berechnet man die Filamentkosten beim 3D-Druck?
Die Filamentkosten berechnen sich, indem du den Kaufpreis der Spule durch das Gesamtgewicht in Gramm teilst, um den Preis pro Gramm zu erhalten, und diesen mit dem vom Slicer ermittelten Druckgewicht (inklusive Stützstrukturen und Spülverlust) multiplizierst. Beispiel: Eine 1.000g-Spule PLA für 20 € kostet 0,02 € pro Gramm (20 € ÷ 1.000 g). Bei einem 85g-Druckteil liegen die reinen Materialkosten bei 1,70 € (85 g × 0,02 €/g). Schlage stets 5% bis 10% Reserve für Kalibrierungslinien und Spülverluste auf.
Q2Wie lange reicht 1 kg Filament aus?
Eine handelsübliche 1kg-Spule (1.000 g) 1,75mm PLA-Filament umfasst etwa 330 bis 335 Meter druckbaren Kunststoff. In der Praxis reicht 1 kg für ca. 50 bis 70 Tabletop-Miniaturen (je 15 g), 10 bis 12 voll bewegliche Gelenk-Drachen (je 80–100 g), 4 bis 5 leichte Cosplay-Helme (je 200–250 g) oder etwa 350 Kalibrierungs-Würfel. Der Verbrauch hängt maßgeblich von den Wandlinien und der gewählten Fülldichte (Infill) ab.
Q3Was kostet 1 Gramm 3D-Druck-Filament?
Bei Standard-Filamenten (PLA, PETG, ABS) mit Spulenpreisen zwischen 16 € und 25 € pro Kilogramm kostet 1 Gramm zwischen 0,016 € und 0,025 € (ca. 1,6 bis 2,5 Cent). Bei Großpackungen sinkt der Preis auf bis zu 0,012 € pro Gramm. Technische Hochleistungskunststoffe wie Carbonfaser-Nylon (PA-CF) oder PEEK kosten hingegen zwischen 0,06 € und 0,35 € pro Gramm. UV-Photopolymer-Harz für SLA-Drucker liegt meist bei 0,025 € bis 0,05 € pro Milliliter/Gramm.
Q4Wie berechnet man die Stromkosten eines 3D-Druckers?
Die Stromkosten-Formel lautet: Stromkosten = (Durchschnittliche Watt ÷ 1.000) × Druckstunden × Stromtarif (€/kWh). Ein moderner CoreXY-Drucker wie der Bambu Lab P1S verbraucht beim Drucken von PLA im Schnitt rund 130 Watt. Bei einem 5-stündigen Druck und einem deutschen Durchschnittsstrompreis von 0,35 €/kWh belaufen sich die Stromkosten auf (130 ÷ 1.000) × 5 × 0,35 € = 0,2275 € (ca. 23 Cent). Bei ABS mit 100°C Betttemperatur steigt die Dauerleistung auf 250W–350W an, was die Stromkosten mehr als verdoppelt.
Q5Was sollte man für 3D-Druck-Dienstleistungen auf Etsy oder für Kunden verlangen?
Eine nachhaltige Preiskalkulation basiert auf den gesamten Selbstkosten (Filament + Strom + Maschinenabschreibung + Fehlerrisiko + Nacharbeit + Verpackung). Für Direktkunden empfiehlt sich ein Aufschlagsfaktor von 2,0x bis 3,0x (für 50% bis 66% Bruttomarge). Beim Verkauf über Plattformen wie Etsy sollten zusätzlich 15% bis 18% aufgeschlagen werden, um Marktplatz- und Zahlungsgebühren (6,5% Transaktion + 3% Zahlungsabwicklung) auszugleichen.
Q6Warum weicht das Slicer-Gewicht vom CAD-Volumengewicht ab?
CAD-Dateien (.stl oder .obj) beschreiben ein massives, 100% volles Festkörper-Volumen. Ein 3D-Drucker druckt jedoch fast nie massiv: Der Slicer erzeugt eine dünne Außenwand (meist 2 bis 4 Perimeter mit 0,8 mm bis 1,6 mm Dicke) und füllt das Innere mit einem gitterförmigen Hohlraum-Muster (oft 10% bis 20% Dichte). Ein 100cm³ großer PLA-Würfel wäre massiv 124g schwer, wiegt nach dem Slicen mit 15% Gyroid-Infill jedoch nur 25 bis 35 Gramm – über 70% Materialersparnis.
Q7Was ist das günstigste und wirtschaftlichste 3D-Druck-Filament?
Standard-PLA und PETG sind die preiswertesten Kunststoffe am Markt. Im Multipack liegt der Kilopreis oft bei 12 € bis 15 €. PETG bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für technische Funktionsteile, da es witterungs- und chemikalienbeständig sowie bis ca. 75°C formstabil ist und sich auch auf offenen Druckern ohne Gehäuse leicht verarbeiten lässt.
Q8Wie berechnen professionelle Druckfarmen ihren Maschinen-Stundensatz?
Druckfarmen kalkulieren den Stundensatz nach der Formel: Maschinenstundensatz = (Anschaffungspreis ÷ Nutzungsdauer in Stunden) + Ersatzteil-Rücklage + Raum-/Strompauschale + (Handhabungszeit × Stundenlohn). Für unbewachten FDM-Druck werden branchenüblich zwischen 3,00 € und 6,50 € pro Druckstunde veranschlagt, zuzüglich einer Rüst- und Bereitstellungspauschale von 15 € bis 35 € pro Druckplatte für Datenprüfung, Aufheizen und Bauteilentnahme.